Andere Fische im Süß- und Brackwasser


 
Die wenigsten wissen, dass es diesen Fisch ohne die Mönche des Mittelalters nicht geben würde!

Karpfen (Cyprinus carpio)... 
sind fast überall dort vertreten, wo dier Untergrund schlammig ist. Aber auch auf sandigem Untergrund mit Pflanzenbewuchs fühlen sie sich wohl. Es gibt einige Unterarten, die aber allesamt durch die Mönche des frühen Mittelalters gezüchtet worden. Noch heute ist es nicht ganz klar, was alles eingekreuzt wurde. Sicher gilt nach DNA-Analysen, daß Brassen, Karausche und auch Döbel den Grundstock dieser Art legten. Der sogenannte Wildkarpfen ist vermutlich eine der ältesten Zuchtformen, die dann nicht mehr weiter fortgeführt wurde.
Mindestmaß: 40 Zentimeter


Nicht nur in Europa zu Hause

Plötze (Rutilus rutilus)... 
auch Rotauge oder Schwal. Sie werden bis etwa 45 cm groß und sind dann um die drei Kilo schwer. Sie kommen sowohl in fließenden als auch in stehenden Gewässern vor. Rotaugen sind Schwarmfische, die sich sowohl im Uferbereich zwischen den Pflanzen als auch im Freiwasser im Mittelwasser aufhalten.

Interessanter Fisch, wenn auch nicht so verbreitet...

Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)... 
wird auch Rotblei, Rötel oder unechtes Rotauge genannt. Sie kommt überall in Europa vor, werden bis maximal 50 cm groß und erreicht dann ein Gewicht von 2000 Gramm. Die Rotfeder ist ein Schwarmfisch, der sich bevorzugt in langsam fließenden und stehenden Gewässern mit schlammigem Untergrund aufhält. Sie lieben warmes Wasser und sind besonders im Sommer sehr aktiv.
 

Wird oft mit dr Plötze verwechselt!

Karausche (Carassius carassius)... 
Sie gehört zu den Karpfenartigen, kommt hauptsächlich in flachen Gewässern mit schlammigem Untergrund und dichtem Pflanzenbewuchs vor und kann auch in sauerstoffarmen Dorftümpeln leben. Sie wird bis etwa 65 cm groß und erreicht dann ein Gewicht von etwa drei Kilo.
 

Lebt in kleinen Schwärmen

gruendling (Gobio gobio)... 
ist ein gesellig lebender Fisch aus der Gattung der Karpfenartigen und wird selten über 15 cm groß. Hauptsächlich lebt er in Gewässern mit sandigem bis kiesigem Untergrund und Pflanzenbewuchs. Er gilt paniert gebraten als delikater Speisefisch, was aber wegen seiner geringen Größe kaum vorkommt.
 

Den kennen doch alle!

Ukelei (Alburnus alburnus)... 
auch Laube oder Ablette genannt, ist eigentlich nur als Köderfisch interesssant. Er wird 12 bis 15 Zentimeter groß und gehört zu den Karpfenartigen. Man findet diese Schwarmfische vor allem in langsam fließenden Gewässern, aber auch in den Brackwasserregionen vor.

Den kennen doch alle!

Brassen (Abramis brama)...
werden auch als Brachsen oder Blei bezeichnet. Je nach Nahrungsangebot werden sie bis 50cm groß, man fängt aber auch des öfteren Exemplare, die größer sind. Brassen können bis zu sieben Kilo schwer werden. Sie gelten mit dem Döbel als einer der Urväter des Karpfen...

Von vielen begehrt...

Döbel (Leuciscus cephalus)... 
auch als Alet, Eitel oder Aitel (letzteres vor allem in Süddeutschland) genannt, gehört zu den Karpfenfischen. Er kann bis 70 cm groß werden und wiegt dann um die fünf Kilo. Döbel fängt man am Besten mit Früchten, die in seinem Lebensraum vorkommen, Schwimmbrot mit Aromen oder anderen Ködern, die süßliche Aromen abgeben. Ältere Exemplare werden oft zu Räubern...

Den kennen doch alle!

Zwergwels (Ameiurus nebulosus)... 
auch brauner Katzenwels, stammt aus Nordamerika und wurde in Europa als Besatzfisch eingeführt, da er wenig anspruchsvoll ist. Dies hatte zur Folge, dass sich die Bestände in einigen Regionen explosionsartig entickelten und viele einheimische Arten verdrängten bzw. aufgefressen haben. Er wird bis etwa 50 cm groß und wiegt dann etwas über zwei Kilo.

Den kennen doch alle!

Quappe (Lota lota)... 
Einer der Fische, die man eher selten als Fang vorweisen wird. Die Quappe zählt zu den Edelfischen, wird in unseren Breiten um die 40cm groß. SIe gehört zu den Dorschartigen und der einzige Vertreter dieser Gattung, der im Süßwasser lebt. Sie bevorzugt kühleres Wasser bis 18 Grad Celsius und liebt größereTiefen mit Pflanzenwuchs. Schlammige Untergründe meidet sie.
Mindestmaß: 30 Zentimeter/Schonzeit 1. Januar bis 15. Februar!

Nicht verwechseln!

Zährte (Vimba vimba)... 
auch Rußnase genannt, ist ein Schwarmfisch aus der Gattung der Karpfenanrtigen. Sie wird bis etwa 50cm lang und hat dann eine Höhe von ca. 10cm, sie können ein Gewicht von etwas über einem Kilo erreichen. Sie kommt hauptsächlich in den Mündungsgebieten der Flüse vor.
Schonzeit: Mai bis Juli, in der Ostsee ganzjähriges Fangverbot!

Den kennen doch alle!

Nase (Chondrostoma nasus))... 
auch Näsling, Schnabel oder Blaunase genannt, gehört zur Familie der Karpfenfische. Er gehört inzwischen zu den Ausnahmen, die man am Haken haben kann. Nasen werden 25 bis 40 cm groß und etwa 1000g schwer. Bei uns findet man sie in den Oberläufen der Flüsse nur noch vereinzelt vor.
Ganzjähriges Fangverbot!

   
 

 

 

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